Warum?

Warum Zwiebeln beim Schneiden die Augen tränen lassen

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In einer Zwiebel stecken zwei Chemikalien, die sich nie begegnen, solange die Zwiebel unversehrt ist — wie zwei reaktive Stoffe, die man in zwei getrennten Gläsern aufbewahrt.

Wenn wir die Zwiebel anschneiden, reißen die Zellen auf, und die beiden Chemikalien treffen aufeinander und vermischen sich. Das Ergebnis ist ein Gas, das nach oben Richtung Gesicht aufsteigt. Erreicht dieses Gas die feuchte Oberfläche des Auges, löst es sich in der Tränenflüssigkeit und bildet eine leicht saure Verbindung, die im Auge brennt. Und weil das Auge brennt, greift das Gehirn zu seiner üblichen Lösung: Es sagt dem Auge, es soll Tränen fließen lassen und alles ausspülen. Das Weinen ist also buchstäblich die automatische Spülanlage des Auges, die ihre Arbeit richtig macht.

Wie verhindert man nun das Augenbrennen beim Zwiebelschneiden?

Die Zwiebel vorher in den Kühlschrank legen (15–30 Minuten): Die Kälte bremst das Enzym und macht das Gas träger, sodass weniger davon aufsteigt. Das ist der wirksamste Trick.

Luftzug: unter der Dunstabzugshaube, am offenen Fenster oder mit einem kleinen Ventilator arbeiten, der das Gas wegträgt, damit es nicht ins Gesicht steigt.

Ein scharfes Messer: Ein scharfes Messer schneidet die Zellen, ein stumpfes zerquetscht sie. Zerquetschen heißt mehr aufgerissene Zellen — und damit mehr Gas.

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